Konzert to Go Vol. 2 – 2. Philharmonisches Konzert "Lobgesang"
Shownotes
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00:00:08: Hallo und herzlich willkommen zu Theater to Go, neues aus fünf Spaten.
00:00:13: Und wir gehen gleich wieder ein kleines Türchen weiter zu unserem Format Konzert To Go dem Programm Zettel zum Hören!
00:00:20: Mein Name ist Simon Lauer und ich bin Orchestermanager des philharmonischen Orchesters Altenburg Gera.
00:00:26: Mir ging über sitzt Matthias Grünert der Kantor der Frauenkirche erst zudem Organist und diese nächste Woche als Dirigent zu Gast als Dirigent für das zweite philharmonische Konzert.
00:00:38: Herzlich willkommen Matthias Grüner!
00:00:39: Hallo, ich grüße Sie!
00:00:41: Konzerte Go – Ich sage es gerade schon in der Programmzettel zum Hören mit Hintergründen, Ideen, Anekdoten und Analysen.
00:00:47: Ideal als Einstimmung auf dem Weg zum Konzern oder als Nachklang hinterher oder wann immer man möchte.
00:00:54: Lieber Herr Grünerts, sie kommen gerade aus der ersten Probe?
00:00:57: Wie läuft's?
00:00:58: Fantastisch.
00:00:59: Also das ist Musik, die spielt sich ganz von selbst, er schließt sich von selbst.
00:01:03: Musik die zu Herzen geht, die emotional ist aber eben auch die großen Gefühlsausbrüche kennt und die Musikerinnen und Musikern machen wirklich ganz fantastisch mit sind mit dem Werk vielleicht ja auch schon vertraut durch das ein oder andere Mal.
00:01:17: Sicherlich gibt es Musiker, die auch Aushilfen in anderen Orchester mal spielen und das Werk ist ja nicht so selten gespielt.
00:01:23: Aber dennoch ist es jedes Mal eine neue Entdeckung und man wird jedes Mal neu dran proben müssen und neu interpretieren müssen.
00:01:28: Und wir haben eine Reihe schöner Ideen gefunden im Probenverlauf und das ist einfach auf einem sehr, sehr guten Weg!
00:01:34: Das Werk von dem Sie jetzt reden was gerade geprobt wurde, ist die Symphoniekantate Lobgesang Opus.
00:01:44: Zudem wird in dem Konzert auch erklingen die erste Sinfonie von Carl Maria von Weber.
00:01:49: Ich kann ganz persönlich sagen, es ist jetzt ein kleiner außermusikalischer Bezug.
00:01:53: Ich habe sowohl an der Hofschule für Musik und Theater Felix Mendelsson-Bartholdi in Leipzig, als auch an der Hochschule Für Musikkalmarier von Weber in Dresden studiert.
00:02:03: Und diese beiden Namen vereiteln mir seit jeher jedes Layout einer Kurzbiografie.
00:02:09: Was ist denn Ihr persönlicher Bezug zu diesen beiden Komponisten?
00:02:12: Ja es tatsächlich der Sachsenbezug zur Kalmarie von Weber natürlich als mittlerweile Wahldrester.
00:02:17: Ich wohne seit über zwanzig Jahren dort.
00:02:19: Das ist ein ganz wichtiger Komponent in der drehenden Musikgeschichte Und in Vorbereitung auf Mendelssohn und auf die Stylistik Mendelssons ist dieser Komponist, der ja dort leite der deutschen Oper war.
00:02:31: Ein ganz ganz wichtiger Impuls den sicherlich auch Felix Mendelsson Bartholdi bekam neben seinen anderen großen Vorbildern, die schon nicht mehr lebten zu seiner Zeit wie Mozart, Johann Sebastian Bach.
00:02:41: Das prägt natürlich Mendelsund's Kompositorisch schaffen.
00:02:44: Und insofern dachte ich, die beiden Werke zueinander zu bringen und zwar genau auch in der Reihenfolge zur Erste Sinfonie und danach die Sinfoniekantate also eine Weiterentwicklung einer Sinfonien auch an Musikgeschichte.
00:02:55: das zu betrachten ist ganz interessant und man hat quasi eine sexische Geschichte, die man hier erzählen kann im Haus und dann später auch in den Frauenkirchen wenn wir das Konzert dort dann zur Auführung bringen.
00:03:06: als Abschluss als Gründenabschluss So dachte ich, es ist eine schöne Programmenkonzeption die einfach eine schöne Geschichte erzählen kann.
00:03:14: Sehr schön!
00:03:16: Das Theater Altenburg und Gera aber vor allen Dingen das Theater Alteburg hat ja auch eine ganz besondere Beziehung zu Karl-Marie von Weber denn, in den letzten Jahren wurde das Theater in Altenbourg mit dessen Oper Freischütz eröffnet.
00:03:32: Die erste Sinfonie ist ein recht frühes Werk eines zwanzigjährigen Karl-Maria von Weber.
00:03:39: Hört man den späteren Opernkomponisten denn schon heraus?
00:03:42: Ja, also das ist direkt das Trotz vor opernhaften Frasen und Melodiebildungen.
00:03:50: Zum Beispiel hat die Oboe dort einen gewichtigen Anteil vor allem im zweiten Satz.
00:03:54: Das ist so wie ein Opernsänger Es ist der große Gefühlsausdruck auf der deutschen Opernenbühne.
00:04:00: Das findet man in dieser Sinfonie tatsächlich.
00:04:04: äußerst kreative Einfälle, die aus einem Kurzmotiv herausgeboren werden.
00:04:08: Die sich dann fortspinnen, sagen wir mal so ein kleines Leitmotiv also was später ja eigentlich dann wirklich erst so salonfähig wird das findet sich in dieser Sinfonie tatsächlich auch schon Anklänge daran und letztlich auch die Instrumentierung.
00:04:21: Das geht dann schon sehr in Richtung Orchestergraben, in Richtung Opernbühne.
00:04:26: ein ganz fantastisches Werk.
00:04:27: Sehr klassisch natürlich geprägt.
00:04:29: erst einmal so das ist ja auch die Zeit es noch nicht diese Hochromantik angebrochen aber trotzdem es schimmert schon hindurch was dann später der Komponist auf der Opern bühne mit dem Freischütz beispielsweise dann uns auch erzählen möchte.
00:04:49: Das ist wirklich die ganz große Frage und der Titel ist im Prinzip auch das Fragezeichen oder Ausdruck einer Suche nach der neuen Form des Sinfonie.
00:04:57: Damals, man weiß... Jeder Komponist musste sich mit den Sinfonien, die dann schon komponiert waren, messen lassen und das sind vor allem die Beethoven-Sinfonien gewesen.
00:05:06: Und ebenso stand auch Mendelssohn dort in dem Konfliktfeld wie kann ich nach der neunten Sinfonie von Beethoven überhaupt die Gattungssinfonie noch weiter symphonisch gestalten?
00:05:16: Mit welchen Mitteln?
00:05:17: kompositorisch besetzungstechnisch?
00:05:20: Er entscheidet sich dann ähnlich wie Beethoven für die Hinzuziehungen des Vokalenpartes.
00:05:25: ein Chor auch solisten um dem orchestralen Apparat noch eine Komponente mehr an die Seite zu stellen und auch um noch mehr Ausdrucksmöglichkeiten zu haben.
00:05:35: Er sucht dann nach einem Siché, jede Sinfonie war damals absolute Musik.
00:05:41: es kam langsam so die Programmmusik dazu.
00:05:44: also man denkt an die Pastoral-Sinfonie von Beethoven.
00:05:47: Auch dieser Aspekt, wie absolut kann die Musik noch sein oder brauche ich ein Thema dafür?
00:05:52: Und Mendelssohn wählt dann bewusst das Thema vom Dunkel ins Licht.
00:05:57: Also man kann es allegorisch sehen auf die Menschheit bezogen... ...die Menschheit, die ohne die Bibel-Übersetzung, ohne den guten Bergischen Buchdruck im Dunkeln tapte und dann aber durch die Erfindung des Buchdrucks, denn das war eigentlich der kompositorische Auslöser des Ganzen Die Vierhundertjahrfeile des Buchdrucks in Leipzig.
00:06:14: Also dann die Findung des Lichts, die Erleuchtung des Menschen und das Wissen dass der Menschen beigegeben wird.
00:06:20: Und das ist das Psychet was die Sinfonie trägt.
00:06:23: Ja Kantate wahrscheinlich auch deswegen weil wir dann in der Sinfonien auch Gattungen oder Formen finden die eigentlich in der Barockenkantat eine Rolle spielen nämlich eine Aree oder noch viel spezieller ein Rezitativ oder eben auch ein Choral.
00:06:36: alles Elemente die im Bachkantaten zu finden sind jetzt allerdings anderen Reihenfolge in einer Reihen Folge, die auch mit sich verbunden ist.
00:06:44: Es gibt dort Übergänge, die kompositorisch dort hineingeflochten werden und dann vor allem in eine Abfolge, die in dem romantischen Klanggewand daher kommen also zu einem symphonischen Ganzenwerten, insofern der Titel Sinfonie Cantate.
00:06:59: Ja liebes Publikum!
00:07:00: Also diese Ausführung macht ja unglaublich Lust dieses Werk auch an seiner Gänze zu hören.
00:07:06: Mein Ganz banaler Blick darauf ist ja die Parallele zur neunten Symphonie von Ludwig van Beethoven.
00:07:13: Ist ja auch, dass der Chor erst mal drei Sätze warten muss besser dran ist oder?
00:07:17: Ja es sind erstmal drei groß angelegte fantastische Orchester-Sätze und man glaubt das Stück könnte auch orchestral bis dahin tragen und ein großer Finalsatz würde dann auch den Abschluss bilden können und erst dann kommt der Chore zum Zum Einsatz.
00:07:31: Ja, das ist nun mal so... Es culminiert natürlich irgendwann in einen gewissen Zielpunkt und das ist dort mit dem ersten Core-Einsatz gegeben wobei dann auch das Werk nochmal in der Handlung neu beginnt.
00:07:43: eigentlich und es ist dramaturgisch ganz gut gelöst bevor dieser Core-Nummer anbricht haben wir einen sehr berührenden langsamen Satz der auch mit einem quasi Fragezeichen endet.
00:07:53: und dann beginnt der zweite große Ersatz.
00:07:57: oder die große Abteilung des Werk ist es auch mit der Nummer zwei überschrieben und da setzt dann der Chor tatsächlich nach einer langen Zeit erst einmal ein.
00:08:04: Und da beginnt, nach dieser Zäsur nochmal eine ganz neue Abschnitt in den Werk und man bekommt dann auch einen Blick für die Dimension, die mit diesem Werk an dieser Stelle tatsächlich erstmal beginnt.
00:08:17: Durch das Theater in Gera klangen heute schon Klänge von historischen Blechblasinstrumenten.
00:08:25: War das Ihr Vorschlag oder eine Idee der Musiker jetzt mit historischen Trompeten und Hörnern, das Werk zu bereichen?
00:08:31: Ja
00:08:31: also das war in den Taten ein vorschlagende Musiker.
00:08:33: Und heutzutage junge Musikerinnen sind im Musikstudium tatsächlich noch etwas breiter aufgestellt als die Generation vorher.
00:08:42: Man hat im Studium wenn man Blechblassinstrumente lernt auch den Zugriff auf historische Aufwuchspraxis und wird auch angeleitet.
00:08:52: Gelehrt spielen historische Blasinstrumente, also in dem Fall sind es die Hörner und die Natur-Trumpeten mit Wechselbögen keine Klappen.
00:09:00: Und das spielt sich natürlich ganz anders.
00:09:02: man muss die Intonationen und Tonhöhe ausgleichen speziell beim Horn mit dem enttiefer oder weniger tiefe Neingreifenden Schalltrichter und das ist eine Spieltechnik sehr spezielles und die man lernen muss.
00:09:14: Und die jungen Musiker, die jetzt in dem Orchester sich hier erfreulicherweise ein großer Anzahl finden... das Orchester hat sich in den letzten Jahren personell ziemlich verjüngt weil viele Musikerinnen und Musikern ruhig angegangen sind!
00:09:27: Jetzt haben wir eine ganze Reihe von sehr gut ausgebildeten jungen Musikern, die eben den Vorschlag bringen wenn man klassische Musik oder früh romantische Musik auf der Bühne hat.
00:09:37: Dann doch bitte mit Instrumentarium was historisch informiert ist und das ist eine ganz andere Klangfarbe und erschließt das Werk auch noch mal in sich einen ganz neuen Klangwelt und ich bin sehr glücklich darüber dass dieser Impuls kam.
00:09:47: Ich war hoch erfreut als ich die Mitteilung bekam und es ist auch wirklich ein ganz anderes Klangerlebnis.
00:09:52: da können sich unsere Besucher sehr sehr darauf freuen.
00:09:55: Ja, es ist schön diesen Blick von außen zu erleben.
00:09:58: Matthias Grünert begleitet ja das Orchester schon seit einiger Zeit und ist immer wieder als Gastdirektor hier zu erlebten bringt dieses mal auch wieder einen weiteren Klangkörper mit nämlich den Chor der Frauenkirche.
00:10:11: Was macht das Zusammenspiel dieser beiden Klangköper denn so besonders?
00:10:15: Also beide Klang-Körper trafen im Prinzip direkt zur Kirchweih oder Unmittel war danach aufeinander und wir hatten von Anfang an große Freude miteinander zu musizieren.
00:10:25: Und als wir dann das erste Mal in dieser Kombination hier im Konzertsaal standen, nachdem das Theater frisch saniert waren wieder eingeweiht wurde.
00:10:33: denn in ersten Jahren waren die Konzerter tatsächlich im Kultur- und Konkretzentrum.
00:10:37: auch da hat der Chor der Frauengrieche bereits gemeinsam mit dem philharmonischen Orchester Alpenburgere musiziert.
00:10:42: aber dann war es hier im Theater in dem Konzerthallein so unglaublich Fantastisches Erlebnis.
00:10:49: Ich erinnere mich auch damals an die Konzertbesucher, die die Luft brannte.
00:10:53: also es war ein Applaus Es war überbordene Freude und ich bin wahnsinnig dankbar und froh dass wir diese Kooperationen über die Jahre fortsetzen durften.
00:11:02: Ich selbst genieße es ein jedes Mal Und in der Tat ist es richtig das Orchester was ich über Jahrzehnte begleiten durfte und die Veränderungen sichtbar und hörbar haben miterleben dürfen.
00:11:11: Das ist im Prinzip auch ein reicher Schatz den man wahrscheinlich als Dirigent ganz selten mit einem Klangkörper so haben darf.
00:11:21: Zwanzig Jahre ist eine lange Zeit, die Zeit vergeht zwar wahnsinnig schnell aber die Erinnerungen und Erfahrungen die ich hier sammeln durfte sind Gold wert.
00:11:28: Ja liebes Publikum wenn Sie wieder erleben wollen wie die Luft brennt gibt es dafür diesmal sogar vier Möglichkeiten.
00:11:34: Die ersten beiden sind im Konzertsaal Gehrer und zwar am einundzwanzigsten und zwanzigste Oktober jeweils neunzehn dreißig Das Konzert in der Brüderkirche in Altenburg statt.
00:11:48: Und am vierentzwanzigsten Oktober kommt es zum Gegenbesuch, das philharmonische Orchester Altenburgera reiste nach Dresden und spielt das Konzern gemeinsam mit dem Chor der Frauenkirchen in der Frauenköche Dresdnen-Ninzen-Dreißig.
00:12:03: Das Programm, ich sag's noch mal, Karl Maria von Weberes Erste Sinfonie Cedur und Felix Mendelssohn Bartholdis sind Phoniekantate Lobgesang.
00:12:13: Die Solisten sind Julia Grombal-Sopran, Franziska Weber Metzelsopran und Jungwoo Kim Tenor.
00:12:21: Ja liebes Publikum das war ein neues aus fünf Spaten.
00:12:24: wir haben erzählt von vier Konzerten in drei Städten mit zwei tollen Werken Und all das hält zusammen eine Person.
00:12:32: Vielen Dank für das Gespräch Matthias Grüger.
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